"FREMD IST DER FREMDE NUR IN DER FREMDE"
"Verlust der Heimat und Exil“
Reiner Hiby singt und Gerhard Polacek liest und spricht!


"Es irren derzeit sehr viele Menschen, verzweifelt nach Obdach und Lebensmöglichkeit suchend, in der Welt herum.
In diese Situation kamen sie nicht durch eigene Schuld, sondern durch fremden Willen. Aber das ändert wenig an ihrem Schicksal.
Unglück stigmatisiert wie Aussatz.


Eine Weile, eine kurze Weile weckt es Mitgefühl, bald Ungeduld, am Ende Ablehnung und Widerwillen.
Die Menschen, geneigt, aus der eigenen Not eine Tugend, sind noch mehr geneigt, aus der fremden Not ein Verbrechen zu machen"
(Alfred Polgar 1939)


Was treibt Menschen dazu, ihrem Land den Rücken zu kehren und mit der Heimat auch den sprachlichen, kulturellen Mittelpunkt hinter sich zu lassen?
"Nicht Hochmuth treibt sie aus dem Vaterlande, nein, Nahrungslosigkeit und Noth und Schmach!" heißt es in einem Auswandererlied aus dem 19. Jahrhundert!
Die Lieder kreisen um die Gefühlswelt der Auswanderer um 1850 bis zu den ins Exil getriebenen Dichtern und Schriftstellern im Dritten Reich, während die Texte eher die gegenwärtige Situation abbilden und reflektieren!


Zu Gehör kommen Texte von  Max-Hermann Neisse – Else Lasker-Schüler – Walter Mehring - Hoffmann von Fallersleben - Heinrich Heine - Mascha Kaleko  - Paul Zech - Theodor Kramer - Berthold Brecht - Alfred Polgar - Anton Kuh - Karl Valentin - Martin Schneider - Alhierd Bacharevic - Aynur Asik u.v.a.


Gerhard Polacek, Lesung
Reiner Hiby, Klavier und Gesang